35. Thüringische Orgelakademie
50 Jahre nach der umfassenden Restaurierung der bedeutenden Trost-Orgel in der Schlosskirche Altenburg stellt die 35. Thüringische Orgelakademie dieses außergewöhnliche Instrument in den Mittelpunkt ihres Programms. Die zwischen 1974 und 1976 durch die renommierte Werkstatt Orgelbau Eule realisierte Restaurierung gilt bis heute als wegweisendes Beispiel denkmalpflegerischer und klanglicher Weitsicht. Die damals entwickelten Konzepte haben unverändert Bestand und prägen bis heute das Erscheinungsbild und die Klanggestalt der Altenburger Trost-Orgel.
Zudem werden zwei weitere Orgeln im Rahmen der Akademie besucht: die Scheibe-Orgel in der Nikolaikirche Zschortau und die Hildebrandt-Orgel in der Kreuzkirche Störmthal, die beide eng mit Johann Sebastian Bach in Verbindung stehen.
Die künstlerische Leitung hat Schlossorganist Daniel Beilschmidt (Altenburg/Leipzig) inne. Als Gastprofessoren wirken Prof. Henry Fairs (Berlin) und Prof. Martin Sturm (Weimar). Im Zentrum der Einzel- und Gruppenkurse steht Musik des 17. bis 19. Jahrhunderts für mitteldeutsche Instrumente – eigene Repertoireideen und Improvisation sind ausdrücklich willkommen. Ein besonderer Schwerpunkt der Veranstaltungen liegt auf der Würdigung von Dr. Felix Friedrich, langjähriger Schlossorganist und Gründer der Thüringischen Orgelakademie, der als treibende Kraft hinter der damaligen Restaurierung im Gesprächskonzert zu erleben ist.
Die Akademie lädt internationale Organistinnen und Organisten, Komponierende, Orgelbauer, Studierende der Kirchenmusik bzw. orgelbezogener Studiengänge sowie musikinteressierte Teilnehmende ein, bedeutende historische Orgeln Thüringens und Mitteldeutschlands kennenzulernen. In Vorführungen, Meisterkursen und künstlerischer Praxis werden Konzeption, Klang und Spielweise dieser einzigartigen Instrumente erlebbar. Gemeinsam werden Impulse für Interpretation, Improvisation, Komposition und Orgelbau entwickelt. Den Abschluss bildet die Trost-Orgel in der Schlosskirche des Residenzschlosses Altenburg – jenes Instrument, das bereits Johann Sebastian Bach 1739 spielte – mit einer festlichen Gala der Teilnehmenden. Sie steht für inspirierende Begegnungen und intensiven Austausch zwischen Teilnehmenden und Gastprofessoren.
Die Thüringische Orgelakademie wird durch die Stadt Altenburg gefördert.
Veranstaltungen:
Henry Fairs (*1976) ist seit 2020 Professor für Künstlerisches Orgelspiel an der Universität der Künste Berlin, nachdem er seit 2005 als Professor am „Royal Birmingham Conservatoire“ (GB) tätig war. Gastprofessuren in Leipzig, an der University of St Andrews (GB) und in Esbjerg (DK) sowie zahlreiche Akademien und Meisterkurse zeichnen seine weitere pädagogische Tätigkeit aus. Neben einer intensiven internationalen Konzerttätigkeit wirkt er regelmäßig als Juror in renommierten Orgelwettbewerben mit.
Martin Sturm (*1992) ist seit 2019 Professor für Orgel und Improvisation an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Gewinner zahlreicher internationaler Wettbewerbe, internationale Konzerttätigkeit als Interpret und Improvisator. Intensives Schaffen als Komponist, Mitherausgeber der Fachzeitschrift „Organ – Journal für die Orgel“ des Verlages Schott Music. Darüber hinaus ist er als Sachverständiger bei zahlreichen Orgelneubauten und -restaurierungen tätig.
Daniel Beilschmidt (*1978), ist seit 2021 Altenburger Schlossorganist und Intendant der Thüringischen Orgelakademie. Er ist als Universitätsorganist Leipzig und Künstlerischer Mitarbeiter der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig tätig. Außerdem ist er Mitbegründer und Vizepräsident der Mitteldeutschen Orgelgesellschaft Altenburg. Internationale Konzerttätigkeit. Interpret, Improvisator, Komponist, Pädagoge.
Kursgebühren:
aktive Teilnahme: 400,00 €
aktive Teilnahme für Studierende ohne Einkommen: 250,00 €
passive Teilnahme (nur zuhören, begrenzte Teilnehmerzahl): 380,00 €
In diesen Beträgen sind enthalten:
Kursgebühren, Eintrittsgelder zu den Konzerten sowie zum Schlossmuseum und zum Spielkartenmuseum im Residenzschloss Altenburg, Hotelunterkunft inkl. Frühstück, Teilnehmer-Zertifikat und Info-Material.
Kurssprache ist Deutsch und Englisch.
Die Konzerte mit Teilnehmenden finden ohne Vergütung statt. Über die Solisten und das Programm entscheiden die Kursleiter. Es können gleichzeitig mehrere Kurse bei gleichbleibender Gebühr belegt werden.
Transport:
Die Benutzung von Privat-PKW zu den einzelnen Orgeln ist empfehlenswert, um die Fahrten kostengünstig durchführen zu können. Mitfahrgelegenheiten werden organisiert.
Übernachtung:
Das Hotel ist per PKW zu erreichen und hat einen eigenen Parkplatz:
Hotel am Rossplan
Rossplan 8
04600 Altenburg
Alle Übernachtungen werden organisiert. Für die Teilnehmer erfolgt die Unterbringung in Doppelzimmern. Einzelzimmer mit eigener Zuzahlung können auf Wunsch reserviert werden. Bitte geben Sie die genaue Anzahl der Übernachtungen und ggf. den Einzelzimmerwunsch bei der Anmeldung an.
Ihre Anmeldung zur 35. Thüringischen Orgelakademie 2026 richten Sie bitte bis 30. Juli 2026 an:
Schloss- und Kulturbetrieb Residenzschloss Altenburg
Schloss 2
D-04600 Altenburg
Telefon: +49 (0)3447 512734
E-Mail: info@residenzschloss-altenburg.de
www.residenzschloss-altenburg.de/Thüringische-Orgelakademie-2025.html
Eine Bestätigung der Anmeldung bzw. der Teilnahme erfolgt schriftlich.
Bei Stornierungen nach dem 4. August 2026 sind eventuell anfallende Stornierungskosten seitens der Hotels von den Teilnehmenden zu tragen.
Die Kursgebühren sind bis zum 4. August 2026 auf folgendes Konto zu überweisen:
VR-Bank Altenburger Land eG
IBAN: DE11 8306 5408 0003 6330 80
BIC (Bankidentifikation): GENODEF1SLR
Verwendungszweck/Kennwort „Orgelakademie 2026“
Barzahlung bei Anreise ist möglich. Legen Sie bitte am Anreisetag Ihren Einzahlungsbeleg über die Kursgebühr vor.
Schlosskirche des Residenzschlosses Altenburg